Überwinterung der Kübelpflanzen

Kübelpflanzen richtig überwintern

ZieringwerWo kann ich meine Kübelpflanzen überwintern und wie soll ich sie im Winter pflegen?

Überwinterungstabelle der 100 bekanntesten Kübelpflanzen – sortiert nach deutschen Namen

Das größte Problem bei Kübelpflanzen in unseren Breiten ist die Überwinterung. Den idealen Winterstandort gibt es bei uns nicht.

Der Winterraum sollte hell, kühl (zwischen 3° und 10°C) und gut belüftet sein.

Ein Grundsatz: So spät wie möglich einräumen – siehe Einräumliste – und so früh wie möglich ausräumen (Ausräumliste). Die Pflanzen vor der Einwinterung noch einmal kräftig gießen, damit sie ausreichend Wasser für die Überwinterung haben.

Die Pflanzen im Spätherbst (ab Oktober) geschützt aufstellen und an etwas weniger Wasser gewöhnen. Vor allem Flaschenputzer (Callistemon) und Zitruspflanzen dürfen auch im Winter keinesfalls austrocknen. Diese Pflanzen alle paar Tage kontrollieren, für die übrigen Kübelpflanzen genügt es, wenn sie sie alle zwei bis drei Wochen sparsam gießen. Der Wurzelballen sollte leicht feucht bleiben, aber keinesfalls vernässen. Pflanzen, die im Winter ihr Laub abwerfen (z.B. Granatäpfel – Punica) brauchen dagegen fast kein Wasser.

Bei Platzmangel können sie die meisten Pflanzen vor dem Einwintern kräftig zurückschneiden, bei Oleander müssen sie dann nächstes Jahr allerdings mit einer verspäteten und geringeren Blüte rechnen.

Die Pflanzen auf Schädlinge kontrollieren und bei Schädlingsbefall unbedingt noch vor dem Einräumen mit biologischen Mitteln (NEUDORFF Promanal) bekämpfen.

Spezielle Tipps zur Überwinterung von Zitruspflanzen auf meiner Zitrusseite, zum Überwintern der Sukkulenten – Kakteen, Agaven, Aloen und Sonstige – auf meiner Seite über Kakteen und Sukkulenten.

Eine Übersicht der winterlichen Pflegemaßnahmen für über 250 Pflanzen gibt es in den nachfolgenden Listen.

Überwinterungstabelle – sortiert nach botanischen Namen
Überwinterungstabelle – sortiert nach Winterstandort
Überwinterungstabelle – sortiert nach Überwinterungstemperatur

Fast alle diese Pflanzen finden sie mit Bildern und Pflegeanleitungen auf der Seite von: Flora Toskana – dort nach botanischen Namen suchen.

 

Zitruspflanzen

Zitronen – Orangen – Limetten

Citrus limonFotoalbum meiner Zitruspflanzen

Gesamtübersicht der meisten Zitrussorten bei Zitrusgarten Ceron

Allgemeine Pflegetipps für Citruspflanzen

ACHTUNG: Neueste Erkenntnisse zur Zitruspflege aus Mein schöner Garten – öfter mal mit hartem Wasser gießen!

Standort:
Zitrus brauchen im Sommer einen sonnigen, geschützten Platz im Freien. Die sehenswerte Zitrussammlung der österreichischen Bundesgärten wird im Sommer im Kronprinzengarten des Schlosses Schönbrunn aufgestellt. Dort stehen sie geschützt vor Westwind und haben Sonne bis zum späten Nachmittag.

Im Winter ist ein kühler (4 – 8° C, höchstens 15° C – die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Zitrusarten beachten!) und heller Raum notwendig. Die Pflanzen so spät

Australische Wollschildläuse

wie möglich einräumen, im Herbst bereits Bewässerung einschränken und nicht mehr düngen. Auch Schädlinge unbedingt vor dem Einräumen vernichten. Besonders die immer häufiger auftretenden australischen Wollschildläuse unbedingt vor dem Einräumen mit Promanal bekämpfen. Das Quartier muss so luftig wie möglich sein, an frostfreien Tagen

unbedingt lüften.

Überwinterung:
Sehr wichtig im Winter ist, dass Bodentemperatur und Lufttemperatur nicht zu weit voneinander abweichen. Daher ist ein helles, ost- oder westseitig gelegenes Treppenhaus oft besser als ein Gewächshaus. Im Gewächshaus werden an sonnigen Tagen schnell Temperaturen über 20° (25°) C erreicht, der Wurzelballen steht jedoch im kühlen Schatten und ist viel kälter – das behagt Zitrus überhaupt nicht. Daher Topf auf eine isolierende Unterlage stellen und ev. mit Luftpolsterfolie oder ähnlichem einpacken. Unbedingt notwendig ist hier kräftiges Lüften.

Sehr wichtig für die empfindlicheren Zitrus (C. medica, C. paradisi, C. aurantiifolia, C. hystrix, …) ist, dass die Bodentemperatur nicht zu weit von der Raumtemperatur abweicht, sie sollte mindestens 10° C betragen. Wenn keine Bodenheizung zur Verfügung steht, dann nicht zu hell überwintern – die Pflanze tritt dann in eine Ruhephase. Bei zu warmer Überwinterung werden Zitrus schnell von Schädlingen (Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben) befallen.

Nicht vergessen – Zitrus brauchen auch im Winter Wasser – keinesfalls vertrocknen lassen. Da sie auch im Winter ihre Blätter behalten, müssen sie auch dann vorsichtig gegossen werden. Staunässe im Winter ist zwar tödlich, sie dürfen aber auch nicht völlig austrocknen. Je wärmer sie stehen, umso mehr sollte man gießen. Nur wenn sie alle Blätter abgeworfen haben mit dem Gießen warten, bis sie wieder austreiben.

Pflege:
Größere Zitruspflanzen werden am besten in Plastiktöpfen kultiviert. Die schönen Terrakottagefäße haben nämlich zwei gravierende Nachteile – erstens sind sie sehr schwer und durch die Wasserdurchlässigkeit der Topfwände können die Pflanzen im Winter durch die entstehende Verdunstungskälte Schaden nehmen. Optimal ist, die Pflanzen im Sommer mit den Kunststofftöpfen in einen größeren Tontopf stellen, dieser garantiert Standsicherheit und schützt die Wurzeln vor Überhitzung.

Gießen:
Im Sommer müssen Zitruspflanzen regelmäßig und ausreichend gegossen werden – stets bis zum Topfgrund gut durchfeuchten. Die Pflanzen sollen jedoch nicht länger im Wasser stehen! Am besten die Pflanzen am Morgen gießen. Der Boden sollte dazwischen aber immer wieder halbwegs abtrocknen, darf aber NIE ganz austrocknen! Große Schwankungen zwischen tagelanger Nässe und Trockenheit sind die Hauptursachen für Blattfall!

Auch Zitruspflanzen benötigen Kalk, daher sollte unbedingt mit hartem (angewärmtem) Leitungswasser gegossen werden. Die Wasserhärte kann mindestens 15° dH betragen. Die notwendigen Spurenelemente (Eisen!) werden dann mit hochwertigem Zitrusdünger zugeführt! Richtig ist, die Erde nie ganz austrocknen zu lassen und stets bis zum Topfgrund zu durchfeuchten, also nicht nur oberflächlich zu benetzen. Während der Wachstumszeit von März/April bis Oktober bedeutet das bei gutem Wetter tägliches Gießen! Im Winter kontrolliert man alle zwei bis drei Tage die Bodenfeuchte und gießt bei Bedarf – siehe Überwinterung!

Düngung:
Um eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu gewährleisten sind auch Zitruspflanzen zu düngen. Ideal ist zuerst eine Frühjahrsdüngung mit Kompost, dem etwas Hornspäne oder Guano beigemischt werden. Zitruspflanzen haben einen sehr hohen Stickstoffbedarf (gelbe Blätter sind fast immer ein Symptom für Stickstoffmangel!), brauchen aber sehr wenig Phosphor. Ideal ist ein möglichst stickstoffreicher und phosphatarmer Flüssigdünger mit Spurenelementen (Grünpflanzendünger). Besser nur mit der halben Konzentration, dafür aber zweimal in der Woche. Gedüngt werden darf nur, wenn die Erde noch feucht ist. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit ZITRUSZAUBER von Planta gemacht.

Erde:
Das Substrat für Zitruspflanzen muss besonders wasserdurchlässig sein. Fertig gemischte Zitruserden sind mit Vorsicht zu genießen und durch die kleinen Packungseinheiten oft auch viel zu teuer. Besser ist es, die Erde selber zu mischen. Eine bewährte Zitruserdenmischung von mir besteht aus:
1 Teil Seramis
0,5 Teile mittelfeiner Quarzsand
1,5 Teile Rhododendronerde
0,5 Tele lehmig-sandige Gartenerde
Sollte die gekaufte Pflanze in einem Lehmballen stehen (die Pflanze wurde in Südeuropa im Lehmboden im Freien kultiviert), so ist der Lehm vorsichtig zu entfernen und die Pflanze in geeignete Zitruserde umzusetzen. Wichtig ist vor allem eine gute Drainage, auf den Topfboden sollte eine Schicht aus Tonscherben oder Blähton gegeben werden. Beim Umtopfen muss der neue Topf nicht sehr viel größer als der alte sein. Nur bis zum Topfrand ist ausreichend Platz zu lassen (Gießrand, außerdem kann dann im Frühjahr etwas Kompost aufgebracht werden). Umtopfen erst, wenn der alte Topf gesprengt wurde oder die Wurzeln aus dem Topfboden herauswachsen.

Die neuesten Erkenntnisse zur Zitruspflege sind Auszüge aus dem Artikel Pflegefehler bei Zitruspflanzen aus Mein schöner Garten

Ausführliche Beschreibungen und Pflegeanleitungen auch im
Citrus Online Buch von Steffen Reichel

Sehr gute Pflegetipps für Zitronatzitronen von FLORA-TOSKANA

Meine Zitrussammlung:
Botanischer Name Deutscher Name Rezepte Bemerkung
CITROFORTUNELLA microcarpa Calamondin Zimmerhaltung möglich
CITRUS aurantium Pomeranze
Citrus aurantium ‚Fasciata‘ Deutsche Landsknechthose
CITRUS aurantium var. bergamia Bergamotte Bergamotte-Sirup Bester Duft!
CITRUS aurantium var. myrtifolia Chinotto
CITRUS clementina Klementine
CITRUS hystrix Kaffir-Limette
CITRUS limon ‚Meyeri‘ Süßzitrone Rezepte mit Süßzitrone Guter Geschmack!
CITRUS limetta ‚Pursha‘ Süße Limette
Römische Limette
CITRUS limon ‚Femminello‘ Runde Zitrone
CITRUS limon ‚Florentina‘ Gartenzitrone
CITRUS limon ‚Lunario‘ Vier-Jahreszeiten-Zitrone
CITRUS limon ‚Rosso‘ Rote Zitrone
CITRUS medica var. sarcodactylis Buddhas Hand
CITRUS aurantium x paradisi Grapefruit
CITRUS paradisi ‚Star Ruby‘ Rotfleischige Grapefruit
CITRUS reticulata Mandarine
CITRUS sinensis Orange Orangenmarmelade
FORTUNELLA margarita Ovale Kumquat
FORTUNELLA margarita ‚Gigante‘ Ovale Kumquat
Citrus unshiu Satsuma
CITRUS limon x C. paradisi Lipo
Schöne, große Früchte
CITRUS aurantium ‚Canaliculata‘ Gefurchte Pomeranze
Microcitrus australasica Australische Fingerlimette

Viele meiner Tipps stammen von einer Führung durch den Kronprinzengarten im Rahmen der jährlich im Mai stattfindenden Wiener Zitrustage durch Gärtner der österreichischen Bundesgärten.

Pflichtlektüre für Zitrusfans Bibel der Zitrusgärtner
Ueber Orangen und Zitronen Zitrusbuch Oskar Tintori
Öst. Gartenbaugesellschaft Citrus Tintori

Interessante Links für Zitrusgärtner:

Arbeitskreis Orangerie in Deutschland

Zitrusfreunde Ceron – Erkenntnisse für Spezialisten vom größten Bio-Zitrusgärtner Österreichs – Sehr empfehlenswert!

Das Citrus-Online-Buch – detaillierte Pflegeanleitungen für alle Citruspflanzen

Blog Meine Orangerie – Pflegetipps für Zitruspflanzen

Planta Dünger – Bezugsquelle für ZITRUSZAUBER

Meine Agavensammlung

Agaven – respekteinflössende Wüstenpflanzen

Pflege und Überwinterung der Jahrhundertpflanzen

 Fotos meiner Agavensammlung
 Agavenpflege allgemein:

Ag. attenuata

Standort:

Agaven brauchen zum guten Gedeihen viel Licht und Sonne. Ideal ist ein freier und luftiger Platz. Bei mir stehen die Agaven auf der Südseite des Hauses, etwas von der Mauer entfernt (ausgen. A. attenuata). Agaven neigen schnell zu Blattverbrennungen, etwas Abstand vor reflektierenden hellen Hauswänden ist daher ideal.

Vorsicht ist auch beim Ausräumen nach der Überwinterung im Haus oder Glashaus angebracht. Unbedingt etwa zwei bis drei Wochen schattig bis halbschattig platzieren, sonst kommt es unweigerlich zu Blattverbrennungen!

Substrat:

Dem Pflanzensubstrat kommt bei Agaven keine alles entscheidende Bedeutung zu. Wichtig ist eine gute Wasser- und Luftdurchlässigkeit. Ein gute Mischung wäre 50 % Qualitäts-Blumenerde, 25 % grober Quarzsand und 25 % Lavagranulat. Zur besseren Drainage sollte auf den Topfboden eine grobe Schicht Lavabrocken oder Tonscherben oder ähnliches kommen.

Umtopfen sollte man Jungpflanzen in der Regel alle zwei Jahre, große Pflanzen nur, wenn die Wurzeln aus dem Topfboden herauswachsen.

Wässern und Düngen:

Agaven werden oft zu trocken gehalten. Wenn die Pflanzen nicht im Regen stehen, sollte bei hohen Temperaturen einmal pro Woche gewässert werden. Jungpflanzen in Tontöpfen brauchen mehr Feuchtigkeit als große Pflanzen. Es sollte kräftig und von oben gewässert werden, bei warmem Wetter ist ein morgendliches Überbrausen der Pflanzen sinnvoll. Gegossen wird mit Regenwasser oder kalkarmem, temperiertem Leitungswasser.

Ab September Wassergaben vermindern, damit die Pflanzen ausreifen können.

Gedüngt werden Agaven am besten mit einem sog. Grünpflanzendünger, ideal ist ein NPK-Verhältnis von 6:3:6. Die alleinige Gabe eines reinen Kakteendüngers ist nicht sinnvoll. Es genügt, alle vier Wochen von April/Mai bis Ende Juli zu düngen.

Überwinterung:

Überwintert werden Agaven in einem kühlen (3 – 6° C) und gut zu lüftendem Raum bei völliger Trockenheit. Darauf achten, dass die Pflanzen im Herbst nicht mehr zuviel gegossen werden, damit sie trocken in den Überwinterungsraum kommen. Es genügt, die Pflanzen im November einzuräumen und bereits Ende März, Anfang April können sie wieder ins Freie gebracht werden.

Die schwierigste Zeit der Überwinterung sind die Monate Februar und März. Wenn die Temperaturen im Gewächshaus steigen, muß ausgesprochen sparsam gewässert werden, damit die Pflanzen nicht bei längeren Schlechtwetterperioden in nassem Substrat stehen.

Da natürlich auch die verschiedenen Agaven unterschiedliche Ansprüche stellen, handelt es sich hier nur um eine generelle Anleitung. Für Agavenfreunde empfehle ich das Buch: „Agaven“ von Thomas Heller, erschienen im NTV-Verlag – für Agavenfreunde eine unverzichtbare Lektüre.
Die Tipps in dieser Anleitung kommen großteils aus diesem Buch!

Gute Links für Agavenfreunde:

www.agavenwelt.de

Bezugsquellen für Samen und Pflanzen:

Köhres-Kakteen – meine Bezugsquelle für die meisten Sukkulentensamen

Kakteen Haage in Erfurt – auch eine sehr gute Bezugsquelle

www.exotic-plants.de

Tomaten

Paradeiser – Genuss aus dem eigenen Garten

Echten Tomatengeschmack genießen

Anzucht, Pflanzung, Pflege und Verwendung von Tomaten

Tipps für eine reiche Tomatenernte

Selbst angebaute Tomaten sind im Geschmack mit Früchten aus dem Supermarkt nicht zu vergleichen.

 

Anbau von Tomaten

Um verschiedene Tomatensorten ausprobieren zu können, empfiehlt sich die Anzucht von Jungpflanzen aus Samen. Im Gartenfachhandel gibt es sehr viele verschiedene teilweise hochgezüchtete Sorten als Samen, gute alte Sorten erhält man bei Arche Noah.

Aussat in Saatschalen Ende Februar (fürs Glashaus) bis Mitte März. Zur Aussat nur Anzuchterde benutzen, keine gedüngte Blumenerde. Erde gut anfeuchten (nicht zu nass) und Samen etwas mit Erde bedecken. Anzuchtschale abdecken und bei mindestens 20°C an hellem Platz aufstellen.

Sobald sich die Keimlinge zeigen öfters lüften und später die Abdeckung ganz entfernen. Wenn sich die ersten richtigen Blätter bilden muß pikiert werden, das heißt die Pflanzen werden einzeln in größere Töpfe gesetzt (Topfdurchmesser mind. 10 cm). Tief einsetzen, damit sich auch am Stengel Wurzeln bilden können. Zur Anzuchterde schon etwas reifen Kompost dazumischen.

Damit die Pflanzen kompakt wachsen müßen sie jetzt sehr hell stehen. Bei Temperaturen über 15°C können die Pflanzen auch schon zur Abhärtung ins Freie gestellt werden. Unter zu warmen Bedingungen gezogene Jungpflanzen sind hellgrün und spindelig – sie bringen wenig Ertrag!

Pflanzung der Tomaten

Pflanzung der Tomaten im Freiland erst, wenn kein Frostrisiko mehr besteht. Richtig zu wachsen beginnen Tomaten erst, wenn die Nachttemperaturen über 8°C liegen. Tomaten müßen unbedingt vor Regen geschützt gepflanzt werden. Wenn das Laub der Pflanzen über längere Zeit nass wird tritt die gefürchtete Kraut- und Braunfäule auf.

Auch ein luftiger Stand ist sehr wichtig, daher ist auch ein Glashaus nur bedingt geeignet – es muß sehr gut zu lüften sein! Unter natürlichen Lichtverhältnissen gezogene Tomaten sind am geschmackvollsten.

In den Boden viel reifen Kompost einarbeiten und ein wenig Steinmehl. In kalkhaltigem Boden gedeihen die Pflanzen besser und die Früchte schmecken aromatischer. Dann die Pflanzen etwas schräg und tief bis zum ersten Blattansatz einsetzen. Kräftig angießen und am Tomatenstab anbinden. Dann einige Tage nicht gießen, die Pflanzen sollen auf der Suche nach Feuchtigkeit tiefgründige Wurzeln bilden.

Pflege der Tomatenpflanzen

Nach meinen Erfahrungen ist es nach wie vor besser, die Tomaten eintriebig an mind. 2 m hohen Pfählen zu ziehen. Der Pflanzabstand sollte mindestens 60 cm betragen, nur bei wesentlich größeren Abständen ist auch eine mehrtriebige Kultur möglich. Eintriebig heißt, die Pflanzen sind auszugeizen, also alle Triebe in den Blattachseln so früh wie möglich entfernen.

Düngen: Erst, wenn die Pflanzen gut angewachsen sind, am besten erst nach dem ersten Fruchtansatz. Auch dann nur einmal mit der 1/2 empfohlenen Menge eines kalibetonten, stickstoffarmen Tomatendüngers.

Gießen: Selten, dafür ausgiebig gießen, pro Pflanze mindestens 10 Liter. Mit abgestandenen Regenwasser, unbedingt nur an den Pflanzenfuß. Die Blätter sollten auf keinen Fall nass werden. Zwischendurch die Erde fast trocken werden lassen. Mit etwas Fingerspitzengefühl, denn die Pflanzen sollen natürlich nicht welken, aber immer nasse Füße tun auch nicht gut. Den Boden zwischen den Pflanzen mit Mulchmaterial abdecken.

Um Pilzinfektionen vorzubeugen, sollten die bodennahen Laubblätter entfernt werden. Das Ausbrechen des Spitzentriebs zu Sommerende hat sich nicht bewährt, meistens sind das die letzten gesunden Blätter.

Bewährte Sorten: Harzfeuer, Goldene Königin, Zuckertraube, Gelbe Dattelwein, Ochsenherz, Green Zebra, ….

Pflegeanleitungen im Internet:

Gartenakademie

TolleTomaten.de

Tomatenfreuden

Tomatenrezepte

Monikas Rezepte

ichkoche.at – Tomatenrezepte

Paprika und Pfefferoni

Gesunde Paprika aus dem eigenen Garten

Lecker, gesund, mild oder scharf

Anzucht, Pflanzung und Pflege von Paprika, Pfefferoni, Chilli

Die Kultur der wärmeliebenden Südamerikaner

Viele verschiedene Paprika und Pfefferoni im Garten (oder Kübel) kultivieren.

Anbau von Paprika- und Pfefferonipflanzen

Die Anzucht von eigenen Paprika- oder Pfefferonipflanzen lohnt sich nur, wenn man viele verschiedene Sorten anpflanzen möchte. Im Gartenfachhandel gibt es inzwischen eine Menge teilweise hochgezüchtete Sorten als Samen, gute alte Sorten erhält man u. a. bei:

Arche Noah

Austrosaat

Samen-Maier

Paprikasamen sind wärmeliebender als Tomatensamen und brauchen auch zum Aufgehen länger. Daher sollte man bereits Ende Februar mit dem Anbau beginnen. Zur Aussat nur Anzuchterde benutzen, keine gedüngte Blumenerde. Erde gut anfeuchten (nicht zu nass) und Samen etwas mit Erde bedecken. Anzuchtschale abdecken und bei 23° bis 26°C an hellem Platz aufstellen.

Sobald sich die Keimlinge zeigen öfters lüften und später die Abdeckung ganz entfernen. Wenn sich die ersten richtigen Blätter bilden muß pikiert werden, das heißt die Pflanzen werden einzeln in größere Töpfe gesetzt (Topfdurchmesser mind. 10 cm). In den Boden der Töpfe kann schon etwas reifer Kompost gegeben werden.

Damit die Pflanzen kompakt wachsen müßen sie jetzt sehr hell stehen. Bei Temperaturen über 15°C können die Pflanzen auch schon zur Abhärtung ins Freie gestellt werden, aber nicht gleich in die Sonne, sonst gibts Verbrennungen.

Pflanzung von Paprika und Pfefferoni

Paprika sind sehr wärmeliebend, daher sollte man ihnen den sonnigsten Platz im Garten geben oder sie besser im Glashaus ansetzen. Auch in großen Kübeln (mind. 10 Liter) an eine warme Hauswand gestellt gedeihen Paprika sehr gut.

In den Boden viel reifen Kompost einarbeiten und ein wenig Steinmehl. Bereits vor dem Pflanzen einen Stab in den Boden stecken (für Paprika genügt 1 Meter), später könnten die Wurzeln beschädigt werden. Kräftig angießen und dann einige Tage nicht gießen, die Pflanzen sollen auf der Suche nach Feuchtigkeit tiefgründige Wurzeln bilden.

Pflege der Pflanzen

Ein warmer Standort ist das wichtigste bei der Paprikakultur. Sonst reifen die Früchte bis zum Herbst nicht aus. Sie sind allerdings nicht so regenempfindlich wie Tomaten.

Bei den jungen Pflanzen auf Schneckenfrass achten, auch Blattlausbefall kommt gelegentlich vor. Bei Blattlausbefall die Triebspitzen regelmäßig mit kräftigem Wasserstrahl abspritzen. Das Ausbrechen der ersten Blüte (Königsblüte) fördert den weiteren Blütenansatz.

Düngen: Erst, wenn die Pflanzen gut angewachsen sind. Am besten mit einem organischen Flüssigdünger in der halben Konzentration düngen oder etwas biologischen Gemüsedünger (Tomatendünger) in den Boden einarbeiten.

Gießen: Selten, dafür ausgiebig gießen, pro Pflanze etwa 10 Liter und mit abgestandenem Regenwasser an den Pflanzenfuß. Zwischendurch die Erde wieder etwas trocken werden lassen. Den Boden zwischen den Pflanzen mit Mulchmaterial abdecken. Bei Paprika in Töpfen öfter wässern, speziell in Tontöpfen trocknet die Erde schnell aus. Plastiktöpfe – vor allem Schwarze – unbedingt in größere Übertöpfe stellen, es kommt sonst zu Wurzelverbrennungen und die Pflanzen trocknen auch sehr schnell aus.

Pflegeanleitungen im Internet:

Mein schöner Garten

www.bio-gaertner.de

www.chili-balkon.de

Kübelpflanzenfotos

Bilder meiner Kübelpflanzen

Fotos der Kübelpflanzen aus den letzten Jahren

Pflegelisten für Kübelpflanzen

Zitrusfotos

Bilder meiner Zitruspflanzen

Fotoalbum der Zitruspflanzen in unserem Garten. Mit botanischen Namen der Pflanzen.

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Salbei – Gartensalbei und Fruchtsalbei

Salvia – Heilkraut, Duftpflanze und Gewürzkraut

Von unserem Küchensalbei bis zu den exotischen Fruchtsalbeis

Der Salbei, das Heilkraut schlechthin bietet alles, was das Gärtnerherz begehrt. Von der unentbehrlichen Küchenpflanze über die aromatischen Duftsalbei bis zu den blühenden Gartensalbeien.

Genauso unterschiedlich wie das Aussehen sind auch die Kulturansprüche. Hier werden nur Salvia-Arten behandelt, die als Kräuterpflanzen für die Küche, als Tee oder Duftpflanzen geeignet sind.

Der wichtigste Salbei ist der bei uns winterharte Küchensalbei – Salvia officinalis.
Kultur: In durchlässigem, kalkhältigem, mageren Boden in voller Sonne. Im Frühjahr mit etwas Kompost düngen und nur bei absoluter Trockenheit gießen, Staunässe ist tödlich.
Im Winter mit Reisig oder Vlies abdecken und im Frühjahr und nach der Blüte um etwa 1/3 zurückschneiden.

Meine Fruchtsalbeisammlung:

Exotische, nicht winterharte Salbeisorten mit aromatisch duftenden Blättern und schönen Blüten.

Kultur der Fruchtsalbeisorten:Standort sonnig oder in lichtem Halbschatten, in mineralischem, humosem, nahrhaftem Substrat mit guter Drainage; im Sommer nicht austrocknen lassen, ein- bis zweimal pro Woche gießen; im Frühling vor dem Austrieb zurückschneiden; Überwinterung trocken und hell bei etwa 5 – 10°C.

Ananassalbei – Salvia rutilans: Duftpflanze, für Tee, Dessert, fruchtige Currygerichte, Sorbets, Obstsalate – Rezepte

Honigmelonensalbei – Salvia elegans: Duftpflanze, Genusstees, Gelees und Desserts, Sorbet und Obstsalate

Johannisbeersalbei – Salvia microphylla: Duftpflanze, Würze für Obstsalate, Desserts, duftet nach Blättern der schwarzen Johannisbeere

Pfirsichsalbei – Salvia greggii: Duftpflanze, Würze für Fruchtzubereitungen und fruchtige Getränke

Spezielle Ansprüche stellen folgende Salbei:

Fruchtsalbei – Salvia dorisiana: Zimmerpflanze, deren weiche Blätter berauschend nach Tropenfrüchten duften. Ideal ist ein Platz im warmen Wohnwintergarten in einem großen Topf. In mineralisch-humose Qualitätserde pflanzen und im lichten, warmen Halbschatten aufstellen. Regelmäßig gießen, die Pflanze verdunstet mit den großen Blättern viel Wasser.

Überwinterung am besten luftfeucht und warm bei 18 – 20°C, eventuell auch kühler um ca. 12°C und relativ trocken. Bei mir wird der Fruchtsalbei im Glashaus bei ca. 5°C. überwintert, verliert zwar dann die Blätter und blüht auch nicht, treibt aber im Frühjahr wieder aus.

Im zeitigen Frühjahr zurückschneiden, die Pflanze wird schnell sehr groß. Durch Rückschnitt wächst die Pflanze kompakter.

Muskatellersalbei – Salvia sclarea: Sehr dekorative, bis 150 cm hoch werdende zweijährige, frostharte Pflanze für den Garten. Sehr schöne Blüten und große Blätter mit Muskatellerduft – wurde früher zum Aromatisieren von Wein verwendet.

In tiefgründige, mittelschwere, gut drainierte Böden in voller Sonne pflanzen. Vor Schnecken schützen! Pflanze blüht im zweiten Jahr und stirbt dann ab, sie sät sich aber zuverlässig selber aus.

Blätter zur Blütezeit ernten und zum Aromatisieren von Getränken verwenden.

Peruanischer Salbei – Salvia discolor: Zählt zu den hübschesten Salbeien. Nicht winterhart, daher als Kübel- oder Ampelpflanze in sandige, stark durchlässige Erde pflanzen. Standort sonnig oder halbschattig und regelmäßig wässern.

Frostfrei und hell bei 5 – 10°C überwintern und im zeitigen Frühjahr zurückschneiden.

Verwendung für Tee, als Räuchersalbei und die Blüten mit ihrem süßen Nektar für Obstsalate.

Fotos exotischer Kübelpflanzen

Bilder von exotischen und seltenen Kübelpflanzen

Seltene Kübelpflanzen mit deutschen und botanischen Namen

 

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