Überwinterung der Kübelpflanzen

Kübelpflanzen richtig überwintern

ZieringwerWo kann ich meine Kübelpflanzen überwintern und wie soll ich sie im Winter pflegen?

Überwinterungstabelle der 100 bekanntesten Kübelpflanzen – sortiert nach deutschen Namen

Das größte Problem bei Kübelpflanzen in unseren Breiten ist die Überwinterung. Den idealen Winterstandort gibt es bei uns nicht.

Der Winterraum sollte hell, kühl (zwischen 3° und 10°C) und gut belüftet sein.

Ein Grundsatz: So spät wie möglich einräumen – siehe Einräumliste – und so früh wie möglich ausräumen (Ausräumliste). Die Pflanzen vor der Einwinterung noch einmal kräftig gießen, damit sie ausreichend Wasser für die Überwinterung haben.

Die Pflanzen im Spätherbst (ab Oktober) geschützt aufstellen und an etwas weniger Wasser gewöhnen. Vor allem Flaschenputzer (Callistemon) und Zitruspflanzen dürfen auch im Winter keinesfalls austrocknen. Diese Pflanzen alle paar Tage kontrollieren, für die übrigen Kübelpflanzen genügt es, wenn sie sie alle zwei bis drei Wochen sparsam gießen. Der Wurzelballen sollte leicht feucht bleiben, aber keinesfalls vernässen. Pflanzen, die im Winter ihr Laub abwerfen (z.B. Granatäpfel – Punica) brauchen dagegen fast kein Wasser.

Bei Platzmangel können sie die meisten Pflanzen vor dem Einwintern kräftig zurückschneiden, bei Oleander müssen sie dann nächstes Jahr allerdings mit einer verspäteten und geringeren Blüte rechnen.

Die Pflanzen auf Schädlinge kontrollieren und bei Schädlingsbefall unbedingt noch vor dem Einräumen mit biologischen Mitteln (NEUDORFF Promanal) bekämpfen.

Spezielle Tipps zur Überwinterung von Zitruspflanzen auf meiner Zitrusseite, zum Überwintern der Sukkulenten – Kakteen, Agaven, Aloen und Sonstige – auf meiner Seite über Kakteen und Sukkulenten.

Eine Übersicht der winterlichen Pflegemaßnahmen für über 250 Pflanzen gibt es in den nachfolgenden Listen.

Überwinterungstabelle – sortiert nach botanischen Namen
Überwinterungstabelle – sortiert nach Winterstandort
Überwinterungstabelle – sortiert nach Überwinterungstemperatur

Fast alle diese Pflanzen finden sie mit Bildern und Pflegeanleitungen auf der Seite von: Flora Toskana – dort nach botanischen Namen suchen.

 

Zitruspflanzen

Zitronen – Orangen – Limetten

Citrus limonFotoalbum meiner Zitruspflanzen

Gesamtübersicht der meisten Zitrussorten bei Zitrusgarten Ceron

Allgemeine Pflegetipps für Citruspflanzen

ACHTUNG: Neueste Erkenntnisse zur Zitruspflege aus Mein schöner Garten – öfter mal mit hartem Wasser gießen!

Standort:
Zitrus brauchen im Sommer einen sonnigen, geschützten Platz im Freien. Die sehenswerte Zitrussammlung der österreichischen Bundesgärten wird im Sommer im Kronprinzengarten des Schlosses Schönbrunn aufgestellt. Dort stehen sie geschützt vor Westwind und haben Sonne bis zum späten Nachmittag.

Im Winter ist ein kühler (4 – 8° C, höchstens 15° C – die unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Zitrusarten beachten!) und heller Raum notwendig. Die Pflanzen so spät

Australische Wollschildläuse

wie möglich einräumen, im Herbst bereits Bewässerung einschränken und nicht mehr düngen. Auch Schädlinge unbedingt vor dem Einräumen vernichten. Besonders die immer häufiger auftretenden australischen Wollschildläuse unbedingt vor dem Einräumen mit Promanal bekämpfen. Das Quartier muss so luftig wie möglich sein, an frostfreien Tagen

unbedingt lüften.

Überwinterung:
Sehr wichtig im Winter ist, dass Bodentemperatur und Lufttemperatur nicht zu weit voneinander abweichen. Daher ist ein helles, ost- oder westseitig gelegenes Treppenhaus oft besser als ein Gewächshaus. Im Gewächshaus werden an sonnigen Tagen schnell Temperaturen über 20° (25°) C erreicht, der Wurzelballen steht jedoch im kühlen Schatten und ist viel kälter – das behagt Zitrus überhaupt nicht. Daher Topf auf eine isolierende Unterlage stellen und ev. mit Luftpolsterfolie oder ähnlichem einpacken. Unbedingt notwendig ist hier kräftiges Lüften.

Sehr wichtig für die empfindlicheren Zitrus (C. medica, C. paradisi, C. aurantiifolia, C. hystrix, …) ist, dass die Bodentemperatur nicht zu weit von der Raumtemperatur abweicht, sie sollte mindestens 10° C betragen. Wenn keine Bodenheizung zur Verfügung steht, dann nicht zu hell überwintern – die Pflanze tritt dann in eine Ruhephase. Bei zu warmer Überwinterung werden Zitrus schnell von Schädlingen (Wollläuse, Schildläuse, Spinnmilben) befallen.

Nicht vergessen – Zitrus brauchen auch im Winter Wasser – keinesfalls vertrocknen lassen. Da sie auch im Winter ihre Blätter behalten, müssen sie auch dann vorsichtig gegossen werden. Staunässe im Winter ist zwar tödlich, sie dürfen aber auch nicht völlig austrocknen. Je wärmer sie stehen, umso mehr sollte man gießen. Nur wenn sie alle Blätter abgeworfen haben mit dem Gießen warten, bis sie wieder austreiben.

Pflege:
Größere Zitruspflanzen werden am besten in Plastiktöpfen kultiviert. Die schönen Terrakottagefäße haben nämlich zwei gravierende Nachteile – erstens sind sie sehr schwer und durch die Wasserdurchlässigkeit der Topfwände können die Pflanzen im Winter durch die entstehende Verdunstungskälte Schaden nehmen. Optimal ist, die Pflanzen im Sommer mit den Kunststofftöpfen in einen größeren Tontopf stellen, dieser garantiert Standsicherheit und schützt die Wurzeln vor Überhitzung.

Gießen:
Im Sommer müssen Zitruspflanzen regelmäßig und ausreichend gegossen werden – stets bis zum Topfgrund gut durchfeuchten. Die Pflanzen sollen jedoch nicht länger im Wasser stehen! Am besten die Pflanzen am Morgen gießen. Der Boden sollte dazwischen aber immer wieder halbwegs abtrocknen, darf aber NIE ganz austrocknen! Große Schwankungen zwischen tagelanger Nässe und Trockenheit sind die Hauptursachen für Blattfall!

Auch Zitruspflanzen benötigen Kalk, daher sollte unbedingt mit hartem (angewärmtem) Leitungswasser gegossen werden. Die Wasserhärte kann mindestens 15° dH betragen. Die notwendigen Spurenelemente (Eisen!) werden dann mit hochwertigem Zitrusdünger zugeführt! Richtig ist, die Erde nie ganz austrocknen zu lassen und stets bis zum Topfgrund zu durchfeuchten, also nicht nur oberflächlich zu benetzen. Während der Wachstumszeit von März/April bis Oktober bedeutet das bei gutem Wetter tägliches Gießen! Im Winter kontrolliert man alle zwei bis drei Tage die Bodenfeuchte und gießt bei Bedarf – siehe Überwinterung!

Düngung:
Um eine ausgewogene Nährstoffversorgung zu gewährleisten sind auch Zitruspflanzen zu düngen. Ideal ist zuerst eine Frühjahrsdüngung mit Kompost, dem etwas Hornspäne oder Guano beigemischt werden. Zitruspflanzen haben einen sehr hohen Stickstoffbedarf (gelbe Blätter sind fast immer ein Symptom für Stickstoffmangel!), brauchen aber sehr wenig Phosphor. Ideal ist ein möglichst stickstoffreicher und phosphatarmer Flüssigdünger mit Spurenelementen (Grünpflanzendünger). Besser nur mit der halben Konzentration, dafür aber zweimal in der Woche. Gedüngt werden darf nur, wenn die Erde noch feucht ist. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit ZITRUSZAUBER von Planta gemacht.

Erde:
Das Substrat für Zitruspflanzen muss besonders wasserdurchlässig sein. Fertig gemischte Zitruserden sind mit Vorsicht zu genießen und durch die kleinen Packungseinheiten oft auch viel zu teuer. Besser ist es, die Erde selber zu mischen. Eine bewährte Zitruserdenmischung von mir besteht aus:
1 Teil Seramis
0,5 Teile mittelfeiner Quarzsand
1,5 Teile Rhododendronerde
0,5 Tele lehmig-sandige Gartenerde
Sollte die gekaufte Pflanze in einem Lehmballen stehen (die Pflanze wurde in Südeuropa im Lehmboden im Freien kultiviert), so ist der Lehm vorsichtig zu entfernen und die Pflanze in geeignete Zitruserde umzusetzen. Wichtig ist vor allem eine gute Drainage, auf den Topfboden sollte eine Schicht aus Tonscherben oder Blähton gegeben werden. Beim Umtopfen muss der neue Topf nicht sehr viel größer als der alte sein. Nur bis zum Topfrand ist ausreichend Platz zu lassen (Gießrand, außerdem kann dann im Frühjahr etwas Kompost aufgebracht werden). Umtopfen erst, wenn der alte Topf gesprengt wurde oder die Wurzeln aus dem Topfboden herauswachsen.

Die neuesten Erkenntnisse zur Zitruspflege sind Auszüge aus dem Artikel Pflegefehler bei Zitruspflanzen aus Mein schöner Garten

Ausführliche Beschreibungen und Pflegeanleitungen auch im
Citrus Online Buch von Steffen Reichel

Sehr gute Pflegetipps für Zitronatzitronen von FLORA-TOSKANA

Meine Zitrussammlung:
Botanischer Name Deutscher Name Rezepte Bemerkung
CITROFORTUNELLA microcarpa Calamondin Zimmerhaltung möglich
CITRUS aurantium Pomeranze
Citrus aurantium ‚Fasciata‘ Deutsche Landsknechthose
CITRUS aurantium var. bergamia Bergamotte Bergamotte-Sirup Bester Duft!
CITRUS aurantium var. myrtifolia Chinotto
CITRUS clementina Klementine
CITRUS hystrix Kaffir-Limette
CITRUS limon ‚Meyeri‘ Süßzitrone Rezepte mit Süßzitrone Guter Geschmack!
CITRUS limetta ‚Pursha‘ Süße Limette
Römische Limette
CITRUS limon ‚Femminello‘ Runde Zitrone
CITRUS limon ‚Florentina‘ Gartenzitrone
CITRUS limon ‚Lunario‘ Vier-Jahreszeiten-Zitrone
CITRUS limon ‚Rosso‘ Rote Zitrone
CITRUS medica var. sarcodactylis Buddhas Hand
CITRUS aurantium x paradisi Grapefruit
CITRUS paradisi ‚Star Ruby‘ Rotfleischige Grapefruit
CITRUS reticulata Mandarine
CITRUS sinensis Orange Orangenmarmelade
FORTUNELLA margarita Ovale Kumquat
FORTUNELLA margarita ‚Gigante‘ Ovale Kumquat
Citrus unshiu Satsuma
CITRUS limon x C. paradisi Lipo
Schöne, große Früchte
CITRUS aurantium ‚Canaliculata‘ Gefurchte Pomeranze
Microcitrus australasica Australische Fingerlimette

Viele meiner Tipps stammen von einer Führung durch den Kronprinzengarten im Rahmen der jährlich im Mai stattfindenden Wiener Zitrustage durch Gärtner der österreichischen Bundesgärten.

Pflichtlektüre für Zitrusfans Bibel der Zitrusgärtner
Ueber Orangen und Zitronen Zitrusbuch Oskar Tintori
Öst. Gartenbaugesellschaft Citrus Tintori

Interessante Links für Zitrusgärtner:

Arbeitskreis Orangerie in Deutschland

Zitrusfreunde Ceron – Erkenntnisse für Spezialisten vom größten Bio-Zitrusgärtner Österreichs – Sehr empfehlenswert!

Das Citrus-Online-Buch – detaillierte Pflegeanleitungen für alle Citruspflanzen

Blog Meine Orangerie – Pflegetipps für Zitruspflanzen

Planta Dünger – Bezugsquelle für ZITRUSZAUBER

Meine Agavensammlung

Agaven – respekteinflössende Wüstenpflanzen

Pflege und Überwinterung der Jahrhundertpflanzen

 Fotos meiner Agavensammlung
 Agavenpflege allgemein:

Ag. attenuata

Standort:

Agaven brauchen zum guten Gedeihen viel Licht und Sonne. Ideal ist ein freier und luftiger Platz. Bei mir stehen die Agaven auf der Südseite des Hauses, etwas von der Mauer entfernt (ausgen. A. attenuata). Agaven neigen schnell zu Blattverbrennungen, etwas Abstand vor reflektierenden hellen Hauswänden ist daher ideal.

Vorsicht ist auch beim Ausräumen nach der Überwinterung im Haus oder Glashaus angebracht. Unbedingt etwa zwei bis drei Wochen schattig bis halbschattig platzieren, sonst kommt es unweigerlich zu Blattverbrennungen!

Substrat:

Dem Pflanzensubstrat kommt bei Agaven keine alles entscheidende Bedeutung zu. Wichtig ist eine gute Wasser- und Luftdurchlässigkeit. Ein gute Mischung wäre 50 % Qualitäts-Blumenerde, 25 % grober Quarzsand und 25 % Lavagranulat. Zur besseren Drainage sollte auf den Topfboden eine grobe Schicht Lavabrocken oder Tonscherben oder ähnliches kommen.

Umtopfen sollte man Jungpflanzen in der Regel alle zwei Jahre, große Pflanzen nur, wenn die Wurzeln aus dem Topfboden herauswachsen.

Wässern und Düngen:

Agaven werden oft zu trocken gehalten. Wenn die Pflanzen nicht im Regen stehen, sollte bei hohen Temperaturen einmal pro Woche gewässert werden. Jungpflanzen in Tontöpfen brauchen mehr Feuchtigkeit als große Pflanzen. Es sollte kräftig und von oben gewässert werden, bei warmem Wetter ist ein morgendliches Überbrausen der Pflanzen sinnvoll. Gegossen wird mit Regenwasser oder kalkarmem, temperiertem Leitungswasser.

Ab September Wassergaben vermindern, damit die Pflanzen ausreifen können.

Gedüngt werden Agaven am besten mit einem sog. Grünpflanzendünger, ideal ist ein NPK-Verhältnis von 6:3:6. Die alleinige Gabe eines reinen Kakteendüngers ist nicht sinnvoll. Es genügt, alle vier Wochen von April/Mai bis Ende Juli zu düngen.

Überwinterung:

Überwintert werden Agaven in einem kühlen (3 – 6° C) und gut zu lüftendem Raum bei völliger Trockenheit. Darauf achten, dass die Pflanzen im Herbst nicht mehr zuviel gegossen werden, damit sie trocken in den Überwinterungsraum kommen. Es genügt, die Pflanzen im November einzuräumen und bereits Ende März, Anfang April können sie wieder ins Freie gebracht werden.

Die schwierigste Zeit der Überwinterung sind die Monate Februar und März. Wenn die Temperaturen im Gewächshaus steigen, muß ausgesprochen sparsam gewässert werden, damit die Pflanzen nicht bei längeren Schlechtwetterperioden in nassem Substrat stehen.

Da natürlich auch die verschiedenen Agaven unterschiedliche Ansprüche stellen, handelt es sich hier nur um eine generelle Anleitung. Für Agavenfreunde empfehle ich das Buch: „Agaven“ von Thomas Heller, erschienen im NTV-Verlag – für Agavenfreunde eine unverzichtbare Lektüre.
Die Tipps in dieser Anleitung kommen großteils aus diesem Buch!

Gute Links für Agavenfreunde:

www.agavenwelt.de

Bezugsquellen für Samen und Pflanzen:

Köhres-Kakteen – meine Bezugsquelle für die meisten Sukkulentensamen

Kakteen Haage in Erfurt – auch eine sehr gute Bezugsquelle

www.exotic-plants.de

Kübelpflanzenfotos

Bilder meiner Kübelpflanzen

Fotos der Kübelpflanzen aus den letzten Jahren

Pflegelisten für Kübelpflanzen

Zitrusfotos

Bilder meiner Zitruspflanzen

Fotoalbum der Zitruspflanzen in unserem Garten. Mit botanischen Namen der Pflanzen.

Zur Seite über Zitruspflege

Fotos exotischer Kübelpflanzen

Bilder von exotischen und seltenen Kübelpflanzen

Seltene Kübelpflanzen mit deutschen und botanischen Namen

 

Agavenfotos

Fotos meiner Agavensammlung

Bilder der Agaven im Garten mit ihren botanischen Namen. Die Sammlung besteht aus mehr als 50 verschiedenen Pflanzen.

Meine Tipps zu Agaven

Aloenfotos

Bilder meiner Aloen

Fotos der Aloen aus meiner Sammlung

Tipps zur Aloenpflege

Sukkulentenfotos

Bilder meiner Sukkulentensammlung

Fotos der Sukkulenten, den wasserspeichernden Wüstenpflanzen.

Pflegetipps für Sukkulenten 
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