Weihnacht in Afrika

Weihnacht in Afrika

Weihnachtsbräuche in afrikanischen Ländern

Weihnacht in Afrika

Massai-Krippenfiguren

Christen gibt es auf dem Kontinent bereits seit der Mitte des ersten Jahrhunderts, heute sind es etwa 350 Millionen. Daher ist auch dort das Weihnachtsfest weit verbreitet.

Aus dem Blog von ONE-Deutschland

Unsere Krippensammlung

Äthiopien:

Die äthiopisch-orthodoxen Christen koptischer Prägung feiern Weihnachten am 29. Tag des äthiopischen Monats „Taḫśaś“, im Gregorianischen Kalender der 7. Januar. Die äthiopischen Feiertage beginnen mit dem traditionellen Ganna, einem Fastentag, gefolgt von Gottesdiensten und einem Festmahl, bei dem es oft Eintopf, Gemüse und Sauerteigbrot gibt. Die meisten Freunde und Familien kommen nicht zusammen, um Geschenke auszutauschen. Stattdessen wird gespielt, Sport getrieben und der Festtag genossen, bevor es wieder an die Arbeit geht.

Ägypten:

Die meisten Ägypter sind Muslime. Christen gibt es aber auch. Sie feiern die Geburt von Jesus Christus aber erst am 7. Januar. Vor diesem Tag fasten die Menschen insgesamt 43 Tage lang. Das heißt, dass sie kein Fleisch essen dürfen. Aber pünktlich zum 7. Januar ist das Fasten vorbei und es gibt ein großes Fest. Ganz wichtig ist es, dass alle neue Sachen tragen, um das Christkind darin zu begrüßen.

Ghana:

Weihnachten in Ghana ist eine wohlverdiente Pause nach der Kakaoernte und beginnt bereits am 1. Dezember. Familien dekorieren ihre Häuser und Wohnviertel wie bei uns mit Lampen, Kerzen und funkelndem Schmuck. Auch ein Baum (Mango, Guave oder Cashew) auf dem Marktplatz wird geschmückt. Für die meisten Ghanaer ist das jedoch nur der Anfang: Am Weihnachtstag selbst erreichen die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt: Zuerst gibt es ein Festessen mit der Familie – normalerweise mit Ziegenfleisch, Gemüse und einer Soße –, anschließend ein Gottesdienst mit der gesamten Nachbarschaft und dann einen farbenfrohen Festumzug.

Kenia:

In Kenia schmücken die Kinder das ganze Haus und bereiten das Essen vor. Am 25. Dezember ist dann endlich das große Fest, für das extra eine Ziege geschlachtet wird. Nach dem Festessen gehen alle von Haus zu Haus und verteilen kleine Geschenke. Es gibt ein riesiges Fest und bis in die Morgenstunden wird getanzt und gelacht.

Demokratische Republik Kongo:

Heiligabend ist besonders wichtig. In den Kirchen finden große Musicals (manche Kirchen haben mindestens fünf oder sechs Chöre) und Krippenspiele statt. Die Krippenspiele gehen bereits am frühen Abend los und dauern sehr lange, da sie mit der Schöpfungsgeschichte und dem Garten Eden anfangen und mit der Geschichte über König Herodes, der neugeborene jungen töten lässt, enden. Am 1. Weihnachtsfeiertag versuchen die meisten Familien, eine bessere Mahlzeit als gewöhnlich aufzutischen. Wenn sie es sich leisten können, gibt es Fleisch (normalerweise Hühnchen oder Schwein).

Den Rest des Tages verbringen Kongolesen ganz in Ruhe, manche müssen nach dem langen und belebten Heiligabend Schlaf nachholen.

Liberia:

Von wegen Weihnachtsmann! In Liberia sieht man stattdessen den alten Mann Bayka, den „Teufel“ der Region. Statt Geschenke zu bringen läuft er am Weihnachtstag auf den Straßen hin und her, um welche zu bekommen! Und statt des typischen Grußes „Frohe Weihnachten“ hört man die Liberianer „Meine Weihnachten für dich“ sagen. Das bedeutet soviel wie „Bitte schenke mir was Schönes zu Weihnachten“.

Nigeria:

Auch in Nigeria wird Weihnachten gefeiert. An Weihnachten kommen auch dort die Familien zusammen, um die Weihnachtstage gemeinsam zu verbringen. Es kommt nicht selten vor, dass auch muslimische Verwandte an den Feierlichkeiten teilnehmen. Ein typisches Weihnachtsessen in Nigeria ist der scharfe Gemüseeintopf „Iyan“. Statt eines Tannenbaums werden die Häuser mit Palmzweigen geschmückt. Sie sollen allen, die das Haus betreten und verlassen, Glück für das neue Jahr bringen.

Weihnacht in AfrikaUganda:

In Uganda ist Weihnachten einer der wichtigsten Feiertage, da 84 % der Bevölkerung christlich ist. Am Ende der Regenzeit, in einem der wärmsten Monate des Jahres, beginnen die Vorbereitungen für das große Fest: die Häuser und Kirchen werden geschmückt und Tannenbäume – echte und unechte – werden mit Girlanden, Sternen und Lichterketten behangen. Die Feierlichkeiten beginnen schon in der ersten Dezemberwoche: Geschenke werden ausgetauscht, Weihnachtskarten werden verschickt und man gratuliert sich gegenseitig zu einem weiteren Weihnachtsfest – Mukulike Okutuuka Ku Mazaalibwa. Doch das eigentliche Fest, Sekukkulu, beginnt am Abend des 24. Dezembers. Für den obligatorischen Kirchenbesuch werden die besten Kleider angezogen und in dem bunt geschmückten Gotteshaus werden dann unter anderem verschiedenste Weihnachtslieder gesungen. Am 25. Dezember findet dann das große Festessen statt. Das traditionelle Weihnachtsessen ist Luwombo, eine Art Eintopf, der meist aus in Bananenblättern gedünsteten Hühnerfleisch und Erdnusssauce gemacht wird.

Südafrika:

In Südafrika gibt es zwei Arten, das Weihnachtsfest zu feiern. Die eingewanderten Christen halten viel an ihrer Tradition fest und begehen das Weihnachtsfest in aller Ruhe und Besinnlichkeit. Die christlichen Einwohner hingegen feiern es mit viel Radau, etwa so wie bei uns den Karneval. Es wird gesungen und getanzt, gegessen und getrunken. Die Städte des Landes sind reichlich geschmückt, vor allem mit künstlichen Bäumen. Denn auf der Südhalbkugel ist im Dezember. Deshalb verbringen viele Südafrikaner das Fest auch am Pool oder am Meer und es wird gespielt und geplanscht.

Westafrika:

Andere Regionen in Westafrika haben auch ziemlich coole Traditionen. In Sierra Leone und in vielen Teilen Gambias beispielsweise feiern die Menschen Masken-Partys und tragen die Feierlichkeiten in das ganze Dorf oder die Stadt. So lassen sie nicht nur die Glaubensgemeinschaft am Geist von Weihnachten teilhaben. Da es genauso ein soziales Fest ist wie ein religiöses, bringt das Weihnachtsfest Freunde und Familien zusammen, um gemeinsam zu essen, zu spielen und sich zu beschenken.

Afrikanisch: Een Plesierige Kerfees!

Arabisch: Idah Saidan Wa Sanah Jadidah!

Singhalesisch: Subha nath thalak Vewa. Subha Aluth Awrudhak Vewa!

Tagalogisch: Maligayamg Pasko. Masaganang Bagong Taon!

Äthiopien: Melkam Yelidet Beaal, Poket Kristmet

Ghana: Afishapa

Uganda: Webale Krismasi

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