Gartentipps

Erfahrungen und Erkenntnisse aus meiner Gartenpraxis

Aus Fehlern soll man lernen

Tipps und Tricks für viele Bereiche des Gärtnerns

Eigene Erfahrungen und Erkenntnisse von anderen Gartenfreunden sowie erprobte Ratschläge aus Büchern und dem Internet.

Giessen

Wasser ist für alle Pflanzen lebenswichtig, besonders im Gemüsegarten und für Topf- und Kübelpflanzen. Da der Regen selten ausreicht, müssen alle Pflanzen gewässert werden. Dabei sollte man folgendes beachten:

Besser alle drei bis vier Tage durchdringend gießen und nicht jeden Tag nur oberflächlich, das heißt, mindestens 10 Liter pro Quadratmeter. Nur frische Aussatten täglich gießen, damit der Samen in der obersten Bodenschicht nicht austrocknet.

Lieber am frühen Morgen gießen, Pflanzen brauchen das meiste Wasser über Tag. Außerdem wird so nicht der warme Boden abgekühlt wie abends, wenn mit kaltem Wasser gegossen wird.

Nicht mit eiskaltem Leitungswasser gießen. Durch kalte Wassertropfen bekommen Pflanzen einen Temperaturschock, der sich vor allem bei Kübelpflanzen verheerend auswirken kann. Wasser aus der Leitung sollte man zum Beispiel in der Gießkanne einige Zeit stehen lassen, bis es sich erwärmt hat. Das Beste für die Pflanzen ist Regenwasser, man sollte so viel als möglich in Regentonnen auffangen.

Auch die Wasserhärte spielt bei vielen Pflanzen eine Rolle. Vor allem mediterrane Kübelpflanzen brauchen eher weiches, kalkarmes Wasser (ausgenommen Oleander). Moorbeetpflanzen, Myrten, Hortensien, Flaschenputzer, Kamelien, Kakteen, Farne und ähnliche Pflanzen brauchen unbedingt kalkarmes Wasser.

Nicht auf die Blätter gießen, sondern an die Basis der Pflanze. Am besten mit der Gießkanne mit Regenwasser und nicht mit dem Gartenschlauch die Pflanzen mit kaltem Wasser überbrausen!

Durch häufiges Hacken kann man verhindern, daß der Boden zu schnell austrocknet. Einmal hacken ersetzt dreimal gießen! Auch das Bedecken des Bodens mit Mulchmaterial hält die Feuchtigkeit länger im Boden.


Standort

Gemüsegärten: Oft werden Gemüsegärten in einer unscheinbaren Ecke des Gartens versteckt. Aber gerade sie brauchen einen sonnigen und windgeschützten Platz im Garten. Die Sonne sollte am besten vom frühen Morgen bis zum Nachmittag darauf scheinen.

Auf der Nord- und Ostseite sollte eine niedere Hecke die Beete vor kalten Winden schützen.

Mediterrane Kräuter: Die sonnenhungrigen Südländer wie Salbei, Lavendel, Thymian, Ysop, Oregano u.a. brauchen den sonnigsten und wärmsten Platz im Garten. Am besten gedeihen sie vor einer niedrigen Steinmauer in voller Sonne. Dunkle Steine zwischen den Pflanzen speichern die Sonnenwärme und geben sie in kühlen Nächten an die Pflanzen ab.

Mediterrane Kübelpflanzen: Für mediterrane Kübelpflanzen (vor allem Citrus) ist ein windgeschützter Standort, der von Morgen bis zum Nachmittag (etwa 15 Uhr) Sonne hat oft besser geeignet als ein vollsonniger Standort. Im Kronprinzengarten des Schlosses Schönbrunn stehen die wertvollen Zitruspflanzen so, daß die Pflanzen am späten Nachmittag Schatten haben. Wieder andere Kübelpflanze wollen sonnig, aber regengeschützt stehen, so vor allem Oleander, dessen Blüten (in erster Linie gefüllte Sorten) keinen Regen vertragen.

   
© Ecker Hans, Wels März 2012